Cannabis wird derzeit gerne als das „grüne Gold“ bezeichnet. Kein Wunder, denn die voranschreitende Legalisierung eröffnet quasi über Nacht einen legalen Milliardenmarkt. Überall auf der Welt stehen Unternehmer bereit, diese einzigartige Gelegenheit auszunutzen. Sie vermarkten Cannabis als Genussmittel oder als Medizin und in der Form von CBD sogar als Nahrungsergänzung. Es gibt sogar schon einen Namen für diese CEOs, Gründer und Investoren: Sie sind Cannapreneure. Einige von ihnen haben innerhalb kürzester Zeit ein sieben- oder gar achtstelliges Vermögen mit ihren Investments erwirtschaftet. Aber wer sind diese Cannapreneure?
Maximilian White sieht eher aus wie ein Rapper als wie ein erfolgreicher Unternehmer. Aber der Eindruck täuscht. Mit 17 Jahren wurde er der jüngste Inhaber einer Pub-Lizenz in Großbritannien. Heute macht er mit seiner Cannabis-Farm in Portugal nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2 bis 4 Milliarden Euro im Jahr. Seinem Instagram-Konto zu urteilen gibt er das Geld am liebsten für schnelle Autos, Markenkleidung und Urlaube mit der Familie aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Cannapreneuren pflegt er eher das Image eines Rockstars als das eines seriösen Geschäftsmannes.
Auch Boris Jordan begann seine Unternehmerkarriere nicht mit Cannabis. Der 55-Jährige, der sowohl die russische als auch die amerikanische Staatsbürgerschaft innehat, war nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion an der Eröffnung der Moskauer Börse beteiligt, später leitete er den russischen Medienkonzern Gazprom Media. Weltweite Berühmtheit erlangte er als Gründer und Vorsitzender des Cannabis-Konzerns Curaleaf, der in den USA zahlreiche Dispensaries betreibt und auch den europäischen Markt erobern möchte.
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