Fabian Pietsch

»Das ganze Leben ist Closing!« – Warum Überzeugungskraft ein Erfolgsfaktor ist

Der Unterschied zwischen dem Traum vom Erfolg und einem erfolgreichen Leben ist das Machen – davon ist Fabian Pietsch überzeugt. Seit mehreren Jahren bringt er als Closer Geschäfte zum Abschluss. Wie er es geschafft hat, 4,2 Millionen an Umsatz zu generieren und was ihn dazu motiviert, sein Wissen und seine Skills an andere weiterzugeben, hat er uns im Interview verraten.

Herr Pietsch, seit über drei Jahren sind Sie als Closer und Closing Ausbilder tätig. Was reizt Sie daran – welche Motivation treibt Sie also täglich an?

Ich war schon immer ein Mensch, der es geliebt hat, mit anderen Menschen zu kommunizieren und sich ständig über neue Themen auszutauschen. Vor allem aber wollte ich auch Menschen beraten, die Hilfe in bestimmten Lebenssituationen brauchten. Ganz egal, ob ich mich mit Menschen über Autos, Angeln oder Beziehungen unterhalten habe. Das Gefühl, mehr über einen Menschen zu erfahren, genau zu verstehen, was die Menschen bewegt und vor allem ihnen durch meinen Rat zu helfen, hat mich immer erfüllt. Ebenso wollte ich, so wie viele andere auch, mehr Freiheiten im Leben haben und mir auch den Traum vom Auswandern und dem eigenen Haus ermöglichen; mit genug Platz für die Familie, Freunde und meinen Hunden.

Das Closing ist daher für mich und viele andere tolle Persönlichkeiten, eine der besten Möglichkeiten, sich ein Online-Einkommen aufzubauen. Gleichzeitig kann man bei der Arbeit auch richtig Spaß dabei haben, in Nischen zu closen, die profitabel sind und gleichzeitig den eigenen Interessen und Werten entsprechen.

Da ich auf meinen Weg bei meinen damaligen Auftraggebern auch viele Closing-Anfänger eingearbeitet habe, habe ich gemerkt, dass mich das Ausbilden extrem erfüllt und es einfach toll zu sehen ist, wie man anderen Menschen bei ihrem Weg helfen kann und sie durch Feedback, Simulations-Call und dem Auswerten von Statistiken enorm besser werden. Genau dann kam auch der Entschluss, dass ich meine eigene Ausbildung gründen möchte und Menschen im ganzen DACH-Raum nicht nur ausbilde, sondern auch nach der Ausbildung an Auftraggeber vermittle und Jobangebote bereitstelle. 

Eigentlich sind Sie gelernter Industriemechaniker; eine Tätigkeit, die man zunächst in einer anderen Branche verorten würde. Gibt es dennoch Ähnlichkeiten zwischen den beiden Berufsbildern; braucht es etwa die gleichen Skills?

Auf Montage habe ich Aufzüge für verschiedene Kunden montiert und egal, ob ich müde war oder einfach nur einen schlechten Tag hatte oder das Wetter schlecht war, wusste ich, dass der Kunde immer König ist und ich jeden Tag mein Bestes gebe. Dieses Mindset und auch die tägliche Kommunikation mit den Kunden damals sehe ich als Parallele zu meinem heutigen Job. Letztendlich ist das ganze Leben Closing: Ob ich den Kunden auf Montage etwas erklären wollte, meine Freunde überzeugen möchte, auch mit dem Sport anzufangen oder ob ich Kunden für Dienstleistungen, Coachings oder Produkte begeistere – alles ist Kommunikation, beziehungsweise Closing und dieser Skill ist in jedem Lebensbereich Gold wert.

Das Closing haben Sie sich selbst beigebracht. Talent oder Fleiß: Was würden Sie als ausschlaggebenden Faktor für Ihren heutigen Erfolg bezeichnen – und warum?

Jeder, der mich seit längerem verfolgt, weiß, dass ich nicht immer die einfachsten Phasen im Leben hatte. Was ich aber damals gelernt habe ist, dass wenn man etwas tut, entweder 100 Prozent gibt oder es sein lässt. Diese Erkenntnis hatte ich aber leider erst recht spät in meinem Leben und auch auf die harte Tour gelernt.

Ich denke nicht, dass ich irgendetwas Besonderes bin, also super intelligent, überaus talentiert oder dass ich Glück im Leben hatte. Meiner Meinung nach ist der Unterschied zwischen erfolgreichen Menschen und Menschen, die nur vom Erfolg träumen, das Machen. Es bringt nichts bei Problemen zu sagen »Hey, das funktioniert nicht, ich lass es lieber sein!« Man muss ein Problem eher als Herausforderung betrachten, an der man wachsen kann und Schritt für Schritt so auch über sich hinaus zu wachsen.

Ebenso ist es nach wie vor für mich wichtig, immer bodenständig zu bleiben und sich Menschen als Inspiration zu suchen, die schon da sind wo man gerne hin möchte, auch mal Hilfe anzunehmen und gleichzeitig auch anderen Menschen zu helfen, ohne irgendeine Gegenleistung zu erwarten. Denn ohne die richtigen Menschen und Freunde an seiner Seite kommt man nicht weit.

Gibt es einen Ratschlag, den Sie heute – mit der Erfahrung eines Closing-Ausbilders – Ihrem jüngeren Ich geben würden?

»Du musst nicht großartig sein, um anzufangen, aber du musst anfangen, um großartig zu werden«.

Würde ich mein jüngeres Ich heute treffen, würde ich ihm genau das sagen und ermutigen, mehr an sich zu glauben und schon viel früher mit dem Closing anzufangen.

Und immer reflektiert zu bleiben. Und eben keinen Höhenflug zu bekommen, wenn man gute Closing-Calls führt und eine Provision verdient, sondern genau zu reflektieren, was ich gut gemacht habe und wie es zu dem Close gekommen ist. Und wenn man mal einen schlechten Tag hatte, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern genau zu analysieren, wo es noch Schwachpunkte gibt.

Daher ist es auch so wichtig, sich frühzeitig mehr Gleichgesinnte zu suchen, Trainingspartner und Menschen, die einen helfen, über ein Netzwerk lukrative Closing-Aufträge zu erhalten und sich über den aktuellen Markt stets auszutauschen.

Genau deswegen habe ich auch die Community gegründet. So kann ich Anfängern eben genau dies mit an die Hand zu geben.

Mittlerweile haben Sie erreicht, wovon viele Menschen nur träumen können: So haben Sie sich auf Zypern eine Existenz aufgebaut, haben laut eigenen Aussagen als Closer 4,2 Millionen an Umsatz generiert. Welche Ziele – beruflich oder privat – haben Sie sich darüber hinaus gesteckt?

Was aktuell auf dem Plan steht, ist meine Ausbildung und Community noch weiter auszubauen. Ebenso wie Workshops mit Teilnehmern in Zypern mit interessanten Gastrednern, private Bootstouren, auf denen wir wichtige Insights rund um Closing besprechen, und neue Jobangebote zu erhalten.

Ich bin mittlerweile, ganz ehrlich gesagt, an einem Punkt, wo ich meine persönlichen und finanziellen Ziele größtenteils erreicht habe. Ob man jetzt zwei, drei oder vier Autos hat, macht einfach nicht glücklicher.

Mein größtes Ziel ist es daher, so vielen Menschen wie möglich aus ihrem klassischen Leben herauszuhelfen. Ich habe einfach gemerkt, dass es kein besseres Gefühl gibt, als wenn mir ein Teilnehmer eine Nachricht sendet von seiner ersten Provision. Dieses Gefühl, zu wissen, dass jemand genau dieselben Erfolgserlebnisse hat wie ich damals, ist einfach unbezahlbar!

Unser Gesprächspartner:

Fabian Pietsch ist Closer. Als Gründer der Community »Das Closing System by Fabian Pietsch« unterstützt er andere dabei, sich als Closer selbstständig zu machen.

Beitragsbilder: Fabian Pietsch

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